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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Hohenzollernbrücke

Hohenzollernbrücke

Julia Meyer

Köln. Hohenzollernbrücke, im Hintergrund Kölner Dom.
Köln. Hohenzollernbrücke, im Hintergrund Kölner Dom.
Die 1907 bis 1911 errichtete Hohenzollernbrücke ist die wohl bekannteste Brücke der Domstadt. Sie prägt das Panorama der Stadt ebenso wie der Kölner Dom. Vorgängerin der Hohenzollernbrücke war die zweigleisige Dombrücke, die im Volksmund auf Grund ihres kastenartigen Aussehens auch als Mausefalle bekannt war, jedoch den Anforderungen des stetig zunehmenden Eisenbahnverkehrs nicht mehr gerecht wurde.

Die Planung der Hohenzollernbrücke erfolgte durch den Eisenbahn-Ingenieur Fritz Beermann und durch Friedrich Dircksen, die Bauausführung fand in der Zeit von 1907 bis 1911 statt. Eingeweiht wurde das Bauwerk am 22. Mai 1911 von Kaiser Wilhem II. Nach Fertigstellung überspannten drei nebeneinander-liegenden Fachwerkbögen den Rhein, davon war ein Teil dem Straßen- und Straßenbahnverkehr vorbehalten während die beiden anderen Teile dem Eisenbahnverkehr dienten.

Die unmittelbare Nähe zum Kölner Dom erforderte nach Auffassung der Zeitgenossen eine architektonische Verschönerung der Brücke. So verzierte der damals prominente Berliner Architekt Franz Schwechtem die Brücke im neoromantischen Stil mit hohen Türmen an den Portalen. Außerdem stehen an beiden Enden jeweils zweit Reiterstandbilder preußischer Könige und deutscher Kaiser der Hohenzollern-Familie, die das Zeitalter der Preußenherrschaft im Rheinland verbildlichen sollen und zur Namensgebung der Brücke beitrugen.

Liebesschlösser Hohenzollernbrücke
Liebesschlösser Hohenzollernbrücke
Trotz dessen, das die Hohenzollernbrücke als einzige Kölner Brücke im Krieg nicht durch Bomben zersprengt wurde, war ein Wiederaufbau nach dem Krieg nötig. Grund: Die Wehrmacht übernahm es am 06. März 1945 kurzerhand selbst, die Brückenpfeiler zu zerstören, um so den herannahenden amerikanischen Truppen die Rheinüberquerung zu erschweren. Nach Ende des Kriegs wurde zwar der Wiederaufbau der beiden Eisenbahnbrücken realisiert, eine Wiederherstellung der Straßenbrücke erfolgte jedoch nicht. Brückentürme und Portalbauten wurden 1958 abgerissen. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Eisenbahnbrücken durch eine dritte ergänzt. Die nun sechsgleisige Eisenbahnbrücke hat an beiden Seiten Geh- und Radwege.

Heute gilt die Hohenzollernbrücke als die meistbefahrene Eisenbahnbrücke Europas und stellt zusammen mit dem nahegelegenen Kölner Hauptbahnhof eines der wichtigsten Knotenpunkte im europäischen Eisenbahnnetz dar. Seit 2008 ist sie zudem ein beliebter Wallfahrtsort für Verliebte aus ganz Deutschland. So zieren Tausende Vorhängeschlösser, die auch als Liebesschlösser bekannt sind, die Hohenzollerbrücke und symbolisieren die ewige Zweisamkeit der Verliebten!

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Bild 1:  Köln- Hohenzollernbrücke, im Hintergrund Kölner Dom; Bundesarchiv, Bild 183-R70674 / CC-BY-SA

Bild 2:  Liebesschlösser Hohenzollernbrücke; Fotograf: Bianca Geurden

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