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Unser Leseangebot

Weihnachten bei Familie Luther

Christoph Werner

Luthers jüngster Sohn erzählt vom Christfest

Paul Luther, der jüngste Spross der Lutherfamilie, gewährt dem Leser Einblick in sein Leben und das seiner Familie.
Er berichtet von seiner Kindheit in Wittenberg und der Krankheit seines Vaters, von seiner Verwicklung, die ihm als Leibarzt widerfuhren, und von den Intrigen am Gothaer Hof. Reichlich illustriert öffnen sie dem Leser die Tür zur Weihnachtsstube der Familie Luther.

Nubbelverbrennung

Nubbelverbrennung

Julia Meyer

Der Nubbel ist eine Strohpuppe, die einen alten Anzug trägt. In der Karnevalszeit hängt sie über vielen Kneipen und Brauhäusern. In der Nacht zum Aschermittwoch wird er verbrannt und mit ihm, die im Karneval begangenen Sünden und schlechte Taten. Zunächst wird die Anklageschrift, von einem als Pfarrer verkleideten Jecken vorgetragen. Verteidigt die kreischende Menge zu Beginn noch den Nubbel, ist sie schnell von seiner Schuld überzeugt und schwört Rache. Auf Fragen wie: „Wer hat Schuld, dass wir unser ganzes Geld versoffen haben? Wer hat Schuld, dass wir fremdgegangen sind?" antworten die Narren: „Dat wor der Nubbel!", „Der Nubbel hat Schuld! Er soll brennen!" Schließlich brennt er und mit ihm die begangenen Sünden. Durch die Verbrennung wird die Karnevalszeit für ein Jahr begraben.

Ursprünglich war der Name der Strohpuppe nicht Nubbel sondern „Zacheies" (kölsche Form des hebräischen Zachäus). Zachäus bedeutet „der Reine" und galt als Symbol der Kirmes. Zum Beginn der Kirmes (kommt von der Kirchweih oder Kirchmesse und ist somit ein Dorffest) wurde der Zacheies feierlich hervorgeholt und hing auf dem Kirmesplatz oder an den Wirtshäusern. Zum Ende der Kirmes wurde er verbrannt oder begraben. Nach dem uralten mystischen Volksglauben wird mit der Bestrafung einer Opfergestalt, die Sünden der Gemeinschaft dem Einzelnen (in diesem Fall dem Nubbel/ Zacheies)aufgetragen. Somit wird die Gemeinschaft entlastet und der Sündenbock verbrannt.