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Buckingham Palace

"Spannende Unterhaltung bis zum Ende ist garantiert." (Allerzeitung, Wolfburg) 

Christoph Werner
Roman, 2008, 170 Seiten
ISBN: 978-3-937601-61-8
Preis: 14,95 €

Cölner Hofbräu P. Josef Früh

Cölner Hofbräu P. Josef Früh

Julia Meyer

Tradition trifft Moderne

Köln ohne Brauhäuser wäre wohl wie Venedig ohne Brücken. Zu jeder Biersorte gibt es ein eigenes Brauhaus und darüber hinaus unzählige traditionelle Kneipen und  Restaurants, die für das leibliche Wohl der Kölner Touristen und Einheimischen sorgen. Das Früh gehört zu den beliebtesten Brauhäusern der Stadt und bietet seinen Gästen ein Stück Kölner Kultur. 

Die gemütliche Atmosphäre und die historische Hausfassade fallen sofort ins Auge, wenn man am Kölner Dom entlang spaziert. Unweit vom Dom entfernt, in der Nähe des berühmten Heinzelmännchenbrunnens, befindet sich das Cölner Hofbräu  P. Josef Früh, welches Anfang des 20. Jahrhunderts, von Peter Josef Früh gegründet wurde. Den Namen verdankt es seiner Lage. Durch den Standort am Hof (12) bekam es den offiziellen Namen Cölner Hofbräu verliehen. 

Sein erstes Brauhaus Aposteln Bräu (1895 - 1898 unter seiner Leitung) verkaufte Josef Früh trotz seiner Beliebtheit. Daraufhin zog er sich für einige Jahre aus der Brauhauskultur zurück. Erst 1904 eröffnete er im  Gebäude des ehemaligen Central Theaters bzw. der Gaststätte Schützenliesel ein Hofbräuhaus für obergäriges Bier, das unter dem Namen Cölner Hofbräu Früh bekannt wurde und bis heute zu den traditionsreichsten und angesehensten Brauhäusern Kölns zählt. Durch die unmittelbarer Nähe zum  Dom und zum 1894 fertiggestellten Hauptbahnhof, betrachteten Kritiker seine Eröffnung zunächst mit viel Skepsis. Das Gebäude war für die damalige Zeit zu modern und die Lage für Kölner Kneipen Atmosphäre eher untypisch. Trotz der vielen Zweifel entwickelte es sich schnell zu einem Sammelplatz für Menschen aus Köln und naher Umgebung. Heute ist es weit über Kölns Stadtgrenzen hinaus bekannt und ein Muss für jeden Touristen. Durch die Nähe zum Bahnhof zog und zieht das Brauhaus vor allem viele Durchreisende an. Sie verbinden ihren kurzen Aufenthalt mit einem Besuch bevor sie ihre Weiterreise antreten.

Das Früh gilt für viele als das „beste Brauhaus der Stadt" und ist aus der Kölner Brauhauswelt kaum noch wegzudenken. Vor allem die kleinen Details, die Gastfreundlichkeit und die traditionsbewusste Art machen das Früh, in mitten der Kölner Innenstadt, so idyllisch. Als Familienunternehmen wurde das Konzept des Brauhauses von Generation zu Generation weiter gegeben. Das Anbieten typischer Kölner Gerichte, das Kölner Ambiente, das auch durch die „Köbes" (Kellner) und „Zappes" (Zapfkellner) bewahrt wird, oder der Fassausschank des Früh Kölsch sind nur einige Beispiele für die Bemühungen, alte Kölner Brauhaustraditionen beizubehalten.

Obwohl seit 1987 auf Grund der steigenden Nachfrage nicht mehr direkt im Haus gebraut wird, blieb das geschätzte Früh Kölsch Rezept stets unverändert. Auch die dadurch leergewordenen Räumlichkeiten sind nicht ungenutzt geblieben. In dem Gewölbekeller entstand Kölns erster Brauhauskeller (Eröffnung 1998)der typisch Kölsches Flair vermittelt. An der Kellertheke bekommt man frisches Kölsch, das man, wie damals üblich, im Stehen genießen kann. Ein „Pittermännchen" (10 Liter Fass zum Selbstzapfen) kann ebenfalls bestellt werden. Vor allem die offene Küche bereitet den Gästen große Freude. Denn hier kann man die Köche beim Zubereiten der Speisen genauestens beobachten. Die ehemaligen Wohnräume der Gründerfamilie, in den oberen Etagen, wurden ebenfalls umgestaltet. Dort sind nun neue, gemütliche Sitzgelegenheiten entstanden.

Über die Jahre entwickelte sich das Hofbräuhaus stets weiter. Es wurde umgestaltet und vergrößert. So ziehen sich heute die Gasträume des Früh über mehrere Anwesen, vom Hof 12 bis zum Hof 18. Zu dem Früh am Dom gehören das Eden Hotel Früh am Dom mit dem modernen Restaurante Am Hof 18, das Brauhaus Cölner Hofbräu Früh, der dazugehörige Brauhauskeller, weitere Räumlichkeiten und der saisonbedingte Biergarten. Die Feinkosttheke Früh am Dom  befindet sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Neben den Örtlichkeiten am Dom betreibt die Familie einige weitere Brauhäuser sowie das Früh em Veedel und die 2009 erworbene Traditionsgaststätte Kneip op d'r Eck, die seither Früh Em Golde Kappes heißt.